2. Bestandsaufnahme Technik

1. Fahrzeugbasis

  • Fahrzeugtyp: VW T2 Westfalia
  • Baujahr: 1974
  • Nutzungskonzept: künftiger Elektro-Camper mit zusätzlichem Kurzstreckenbetrieb
  • Laufleistung: ca. 110.000 km

2. Aktueller technischer Zustand

  • Motor läuft nicht sauber und ist damit keine belastbare Basis für eine Weiterverwendung.
  • Automatikgetriebe kann nicht übernommen werden und ist für das Umbaukonzept als auszutauschende Baugruppe zu behandeln.
  • Bremsen alt und voraussichtlich komplett zu prüfen bzw. zu erneuern.
  • Fahrwerk alt und damit als Revisionspunkt für den Umbau gesetzt.
  • Reifen alt und vor weiterer Nutzung zu ersetzen.
  • Keine größeren Schweißarbeiten notwendig, also gute Ausgangslage für den strukturellen Umbau.
  • Lack schlecht, optisch nachrangig, aber Karosserieflächen trotzdem auf verdeckte Schäden prüfen.
  • Fenstergummis alt, damit Dichtigkeit und Wassereintritt gesondert bewerten.

3. Antriebsausgangslage

  • Aktuell genannt: „18.8 l Motor“.
  • Diese Motorangabe ist vor der Detailplanung unbedingt über Fahrzeugpapiere, Motorkennbuchstabe und Ist-Zustand zu verifizieren.
  • Für einen VW T2 Westfalia aus 1974 sind seriennah oft andere Motor-/Getriebekombinationen dokumentiert; das aktuelle Fahrzeug kann also bereits von der historischen Serienkonfiguration abweichen.

4. Typische technische Grunddaten des VW T2 Westfalia 1974

Die folgenden Werte dienen als Orientierungsbasis für die Planung und müssen später am konkreten Fahrzeug gegengeprüft werden:

  • Radstand: ca. 2.400 mm
  • Länge: ca. 4.420 mm
  • Breite: ca. 1.765 mm
  • Höhe: ca. 2.290 mm
  • Antriebskonzept ab Werk typischerweise: Heckantrieb
  • Leergewicht in Quellen häufig: ca. 1.360 kg

5. Konsequenzen für den Umbau

  • Da der Motor nicht sauber läuft, entfällt ein sinnvoller Erhalt des bestehenden Verbrenner-Systems.
  • Da das Automatikgetriebe nicht übernommen werden kann, muss die neue E-Antriebslösung unabhängig vom Altgetriebe geplant werden.
  • Wegen alter Bremsen, altem Fahrwerk und alten Reifen ist die technische Basis vor Inbetriebnahme des Elektroantriebs vollständig zu überarbeiten.
  • Die Aussage keine größeren Schweißarbeiten notwendig ist sehr positiv, muss aber an Batterieträgern, Motorhalterungen und möglichen Verstärkungen nochmals lokal geprüft werden.

6. Offene Prüfaufgaben

  • Fahrgestellnummer, Motorkennbuchstabe und Eintragungen aus den Papieren dokumentieren.
  • Tatsächliche Achslasten und aktuelles Leergewicht wiegen.
  • Bremsanlage vollständig aufnehmen: Vorderachse, Hinterachse, Leitungen, Hauptbremszylinder, Bremskraftverstärker.
  • Fahrwerk prüfen: Dämpfer, Federn, Lager, Buchsen, Lenkung.
  • Zustand der Radlager und Antriebskomponenten erfassen.
  • Dichtigkeit rund um Fenster, Türen und Karosserieübergänge kontrollieren.

7. Ergebnis der technischen Bestandsaufnahme

Das Fahrzeug wirkt als Umbau-Basis grundsätzlich geeignet, weil keine größeren Schweißarbeiten erforderlich scheinen. Gleichzeitig sind Antrieb, Getriebe, Bremsen, Fahrwerk, Reifen und Teile der Abdichtung als überarbeitungs- oder erneuerungsbedürftig einzustufen.